Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Fotos über Tätigkeiten und Exkursionen sowie weitere aktuelle Themen:

Kopfweiden pflanzen am Moossee

Wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen!

Nach diesem Motto engagiert sich unser Verein für die Erhaltung und Neuschaffung von biologisch reichhaltigen Lebensräumen und Naturobjekten sowie deren Pflege, Gestaltung und setzt sich damit zur Erhöhung der lokalen Biodiversität ein.

An der 2. Moosseeputzete vom 21. Nov. 2020, die von der Ranger Dienst GmbH (Stefan Steuri und Iris Baumgartner) und der Gemeinde Moosseedorf organisiert wurde und an der auch einige NVM-Mitglieder teilnahmen, wurde rund um den grossen und kleinen Moossee der herumliegende Abfall durch drei Gruppen gesammelt.

Nebst den drei Gruppen, die den Müll von nachlässigen Seebesuchern sammelten, war auch die Pflanzung von Kopfweiden vorgesehen, die vom NVM angeregt wurde. Im Vorfeld wurde mit dem Gemeindepräsidenten von Moosseedorf, Peter Bill, und der Wirtschaft-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern, Abteilung Naturförderung (WEU-LANAT-ANF), die Möglichkeit einer Pflanzung von Kopfweiden im Bereich das renaturierten Dorfbaches abgeklärt - dies direkt beim schönen Park am See mit Kinderspielplatz und der öffentlich zugänglichen archäologischen Einbaumvitrine mit dem 2011 entdeckten 6500 Jahre alten Einbaum. Nach Erhalt der Bewilligung für deren Pflanzung und auch der Klärung der regelmässig nötigen Rückschnitte der Weidentriebe, wurden die Vorbereitungen dazu aufgenommen. Thomas Scheurer hat im Biotop Bärenried und Erich Lang im Weidenhaus im Garten am Eichgutweg Weidenstecklinge von ca. 2.5 m Länge geschnitten. So vorbereitet konnten am Samstagmorgen die Pflanzung angegangen werden. Grant de Yoe und Erich Lang hoben auf beiden Seiten des Dorfbaches Pflanzlöcher von gut 0.5 m Tiefe aus. Die Weidenstecklinge wurden darin eingesteckt und zum besseren Anwachsen noch gewässert. Nun stehen am renaturierten Bachlauf neun gut zwei m lange Weidenstecklinge, welche hoffentlich gut anwachsen und im Verlaufe der Jahre bei richtiger Pflege ihren charakteristischen Kopf ausbilden. Damit die Leibspeise des Bibers am Bach nicht gleich abgeknabbert wird, wurden die meisten Weiden noch mit einem Schutzgitter versehen.

Zur Pflege werden die Triebe im unteren Bereich der Stämme geschnitten, damit sich die Äste nur im Kopfbereich der Weide entwickeln. Durch einen regelmässigen Rückschnitt der Äste verdichtet sich der oberste Bereich und es bildet sich schliesslich der charakteristische Kopf der Weide. 

Kopfweiden sind ein altes Kulturobjekt und ein Element zur Gestaltung der Landschaft und wurden früher zur Herstellung von Korbwaren gebraucht. Sie bieten vielen Insekten, Schmetterlingen, Vögeln und Fledermäusen Nahrung und Unterschlupf.

Auszug aus dem BirdLife Merkblatt zu Kopfweiden: "Gleichzeitig bieten Kopfweiden mit ihrem weichen Holz und der löchrigen Substanz einen vielfältigen Lebensraum auf kleiner Fläche: Nischen für Höhlen bewohnende Vögel und Fledermäuse sowie Nahrung für rund hundert Insektenarten. Bestehende Kopfweiden erhalten und wieder pflegen, ist ebenso sinnvoll wie das Pflanzen neuer Exemplare. Ohne grossen Aufwand und Hilfsmittel können diese Kleinstrukturen wieder die Landschaft und den Siedlungsraum bereichern."

Dank der richtigen, aber nicht schwierigen Pflege der Kopfweiden werden diese in Zukunft zu einer grossen Bereicherung dem schönen, offenen Dorfbaches entlang. Ein Gewinn optischer Art, aber natürlich wie geschildert auch für zahlreiche Insekten und somit weiterer Tiere.

Mit Hilfe der Infos aus dem Merkblatt zu Kopfweiden können Sie auch in Ihrer Umgebung eine oder mehrere Kopfweiden pflanzen, so deren Anziehungskraft nutzen und dann die Entwicklung beobachten.

Gerne stehen wir vom NVM für weitere Auskünfte zu Ihrer Verfügung und können bei Bedarf auch kleine oder grössere Stecklinge im Vor- oder Spätwinter zu Ihrer Verfügung stellen, damit Sie selber Kopfweiden pflanzen können.

Bericht und Bilder Erich Lang, 21.11.2020 (Yoe de Grant, Iris Baumgartner)

        

       

   

Baumpflanzungen auf Buchsi Burger Land bei den 3 Eichen 

Wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen!

Nach diesem Motto engagiert sich unser Verein für die Erhaltung und Neuschaffung von biologisch reichhaltigen Lebensräumen und Naturobjekten sowie deren Pflege, Gestaltung und setzt sich damit zur Erhöhung der lokalen Biodiversität ein.

Am Samstag 14. November 2020 konnten Bernhard Minder und Erich Lang bei schönstem Wetter, die vom Buchsi Burgerrat zugesagte und unterstützte Baumpflanzung bei den 3 grossen Eichen auf deren Land, nahe der Kirchlindachstrasse durchführen. Bernhard Minder ist Bio Landwirt in Umstellung auf Demeter, mit Hofverkauf www.wegmatte-diemerswil.ch, und zudem NVM-Mitglied und Pächter dieser Buchsi Burger Parzelle.

Die Baumsetzlinge stammen einerseits aus dem Garten der Familie Lang (eine über 10-jährige Stieleiche und eine Traubenkirsche) und von Peter Gschwind eine Bonsai Linde. Diese Jungbäume wurden ergänzend zu den drei mächtigen Eichen im nötigen Abstand gepflanzt. Die zwei alten Eichen sind sogenannte Habitatbäume. Die eine ist von Efeu bewachsen, welches den Baum nicht in der Entwicklung behindert, aber ein guter Rückzugsort für Vögel ist und mit seinen Blüten sogar noch im November vielen Fluginsekten und Bienen Nahrung bietet. Die andere Eiche weist grosse Totholzanteile auf, welche von Käfern besiedelt werden und dann dem Specht wieder als Nahrung dienen. Auch die vorkommenden Astlöcher und die sich lösende Rinde können von Vögeln, z.B. dem Gartenbaumläufer und Fledermäusen als Schlafraum und Nistplatz genutzt werden.

Die grobe Rinde von Eichen wird von zahlreichen Insekten bewohnt und diese wiederum werden von Vögeln als Nahrung genutzt.

Keine andere heimische Baumart beherbergt eine so grosse Zahl von Tierarten wie die beiden Eichenarten Stieleiche und Traubeneiche. In Mitteleuropa sind – je nach Quelle – 300 bis 500 oder noch mehr Arten bekannt. Eichen weisen somit eine enorme biologische Vielfalt auf und ihre Förderung ist wichtig und sehr sinnvoll.

Die am Bord aufkommenden und stehen gelassenen Brennnesseln dienen vielen bunten Schmetterlingsarten als Raupennahrung und sind ein wichtiges Element für naturnahe Flecken in den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die rosa-bunten Früchte des Pfaffenhütchens werden auch gerne von Vögeln verspiesen. Schön zu sehen, wie diese Vielfalt sich hier entwickelt und auch kleine Eichen natürlich nachwachsen.

Herzlichen Dank vom NVM an Bernhard Minder und besonderes die Buchsi Burger für die Unterstützung dieses Projektes zur Erweiterung der Vielfalt an diesem schönen Ort. Diese Baumpflanzung soll ein Zeichen für die nächsten Generationen sein, sich um die Natur und deren Vielfalt zu kümmern und zu erhalten, getreu dem Motto des NVM.

Haben Sie auch eine Idee für eine Baum- oder Heckenpflanzung oder eine andere Aufwertungsaktion zugunsten der Biodiversität? Dann und bei Interesse auch für punktuelle Natureinsätze beim NVM melden Sie sich bitte beim NVM. nvm-buchsi.ch

Mehr Infos zu Eichen finden Sie z.B. hier:

Verein proquerus - Das Natur-und Kulturerbe der Eiche erhalten.

Die Buchsi Burger unterstützen den NVM seit vielen Jahren mit einem jährlich wiederkehrenden grossen Betrag. Vielen Dank.  

Bericht und Fotos Erich Lang, 16.11.2020

       

     

     

Pflegeeinsatz Schmetterlingsgarten an der Schmiedegasse in Buchsi 2020 

Nach diesem Motto engagiert sich unser Verein für die Erhaltung und Neuschaffung von biologisch reichhaltigen Lebensräumen und Naturobjekten sowie deren Pflege, Gestaltung und damit zur Erhöhung der lokalen Biodiversität ein.

Am Samstag 24. Oktober 2020 konnten wir bei schönstem Wetter im NVM-Schmetterlingsgarten an der Schmiedegasse in Münchenbuchsee einen gemeinsamen Pflegeeinsatz, unter Berücksichtigung der nötigen Abstände und geltenden Regeln, durchführen.

Die stark wuchernde Brombeerenhecke wurde zurückgeschnitten und zahlreiche Kratzer an Händen und Armen zeugen von den wehrhaften Ranken. Die dicksten davon werden weiter genutzt indem sie an einem sonnigen Standort aufgestellt werden. So können diese von Wildbienen ausgehöhlt werden und dienen dann als Brutort für deren Larven. Dank dem Rückschnitt hat es nun wieder mehr Platz und Licht für Blütenpflanzen.

Auch die Wege wurden gesäubert und stark dominierende Pflanzen eingedämmt und ausgerissen, um wieder für mehr Vielfalt Platz zu haben. Einige der abgeschnitten Blütenstände und Äste wurden zu einem Haufen geschichtet und können so von Insekten als Versteck genutzt werden und allfällige daran vorhandene Raupenpuppen können im nächsten Frühjahr ausschlüpfen.

Eine motivierte und tolle Gruppe freiwilliger Helfer des NVM konnte Hans-Ulrich Stucki damit bei der Pflege helfen. Herzlichen Dank an Alle von Euch.

Von Hans-Ulrich erfuhren wir wie immer viel Interessantes zu den Wildpflanzen und den Zusammenhängen in der Natur.

Gerne dürfen Sie auch selbst dabei sein. Bitte melden Sie sich bei Interesse auch für punktuelle Natureinsätze beim NVM. Unter nvm-buchsi finden Sie Kontaktdaten.

Hans-Ulrich Stucki gibt gerne Auskunft zum Schmetterlingsgarten und es stehen allenfalls auch Wildpflanzen zum Mitnehmen für Ihren Garten zur Verfügung. Bitte um vorgängige telefonische Anmeldung unter 031 869 13 29. 

Bericht und Fotos Erich Lang, 25.10.2020 

Einsatz Schmetterlingsgarten   Einsatz Schmetterlingsgarten   Einsatz Schmetterlingsgarten

Für mehr Biodiversität in der Schweiz - «Mission B» 

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRG/SRF) ruft im Rahmen von "Mission B" Gartenbesitzer, Liegenschaftsverwaltungen, Schulen, Gemeinden, Vereine und weitere Akteure dazu auf, bis September 2020 möglichst viele artenreiche Naturflächen mit einheimischen Pflanzen in der ganzen Schweiz anzulegen. Helfen auch Sie mit, der Natur mehr Raum zu geben!

Viele Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet. Der Hauptgrund ist der Rückgang von natürlichen Lebensräumen. Gemeinsam mit euch sammeln wir deshalb Fläche, die wir der Natur zurückgeben wollen. Hier erfährt ihr alles über das Projekt «Mission B» und wie ihr mitmachen könnt.

Melden Sie auf der Internetseite der SRG ihre aufgewertete Fläche. Eine Karte der Schweiz zeigt auf, was schon alles realisiert wurde:

 

     

Waldinformationstafel im Buchsiwald

Im August hat die Burgergemeinde Münchenbuchsee zwischen dem Parkplatz und ihrer Waldhütte eine grosse Informationstafel aufgestellt. Die Inhalte der Tafel wurden gemeinsam von der Burgergemeinde und dem NVM erarbeitet. Ziel war es, die Waldbesucherinnen und –besucher zu sensibilisieren: Der Buchsiwald ist ein wichtiger Naherholungsraum für die Menschen aus Münchenbuchsee und Zollikofen. Er ist aber auch ein wertvoller Lebensraum für Wildtiere und Wildpflanzen. Daraus können Konflikte entstehen.

Auf der Tafel werden daher einige interessante Fakten über Tiere und Lebensräume kurz präsentiert – auf der Karte sind mögliche Beobachtungs- und Entdeckungsorte eingezeichnet. Ein Ausschnitt aus dem aktuellen «Waldknigge»  soll auf humorvolle Weise zum rücksichtsvollen Verhalten im Wald anregen.

Der NVM ist dankbar für die Bereitschaft der Buchsiburger, gemeinsame Projekte für die Naturförderung und Naturvermittlung durchzuführen.

Text und Bilder: Bettina Bürki

 Waldinfotafel    Waldinfotafel