Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Fotos über Tätigkeiten und Exkursionen sowie weitere aktuelle Themen:

Neuer Amphibienweiher im Buchsiwald

Am kalten Nachmittag des 26. Februar 2018 wurde der neue Amphibienweiher in der Nähe der Kirchlindachstrasse Zollikofen nach etwa 4 Jahren Vorbereitungszeit eingeweiht. Samuel Scherler von der Bauverwaltung Zollikofen hatte zur Bauabnahme und Einweihung mit reichhaltigem Apero eingeladen. Zugegen waren Sarah Althaus von der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz (KARCH), Fred Krieg von den Buchsi Burgern, Fritz Fankhauser, Tiefbauunternehmer Lyss, Vertretungen der Amphienrettungsgruppe und der Grünen Freien Liste (GFL) Zollikofen sowie Vorstandsmitglieder des NVM.

Vorgeschichte

Als im Frühling 2010 zwei Mitglieder des NVM aus Zollikofen von ihrem Amphibienschutzeinsatz an der Radiostrasse heimkehrten, entdeckten sie auf der Kirchlindachstrasse ein "Krötenmassaker". Von da an war ihr Haupttätigkeitsfeld zusammen mit Nachbarn an der Kirchlindachstrasse. Vorwiegend im März wandern vor allem Erdkröten (90%) und Bergmolche (10%) vom angrenzenden Buchsiwald über die Kirchlindachstrasse zum benachbarten Weiher des Hochschulinstituts (EHB). Die Wanderung hatte der Bau dieses grossen naturnahen Weiher im Jahre 1986 ausgelöst. In den vergangenen Jahren wurden jährlich zwischen 700 und 1700 Tiere durch Erwachsene und Kinder über die Kirchlindachstrasse getragen. Schon bald konnte der NVM die Organisation der jährlichen Aktionen an Patrick Haldimann in Zollikofen übertragen, der mit viel Herzblut die jährlichen Aktionen leitet. Die Organisation läuft über e-Mails, wichtiges Informationsorgan ist die Website.

Seit 2011 unterstützt der Werkhof Zollikofen die jährlichen Rettungsaktionen durch Strassensignalisation und Erstellen eines Amphibienzauns. Im April 2011 reichte die GFL Zollikofen im Grossen Gemeinderat eine Interpellation ein, um die Rettungsaktionen aufs politische Parkett zu bringen. Sie hat sich fortan immer wieder bei der Gemeinde für Verbesserungen beim Amphibienschutz an der Kirchlindachstrasse eingesetzt.

Auf Betreiben aktiver Naturschützer lud der Bauverwalter von Zollikofen im Juni 2014 Vertretungen interessierter und betroffener Kreise zu einer Besprechung über den Bau eines Amphibienweihers im Buchsiwald ein. Der Bau eines Weihers in einem Wald bedarf der Bewilligung durch kantonale und kommunale Behörden und ist auch administrativ anspruchsvoll. Um das Bewilligungsverfahren zu vereinfachen, wurde die Fläche des Weihers auf 100 m2 begrenzt. Die Buchsi Burger stellten spontan ein geeignetes Waldstück zur Verfügung. Maria Maierhofer vom NVM war dabei unsere Fürsprecherin bei den Burgern. Die KARCH war für die Fachberatung und Planung verantwortlich, die Gemeinde Zollikofen war Bauherrin und hat in Zukunft die Verantwortung für die Pflege des Weihers. Der NVM hat sich über die Jahre bemüht das Projekt voranzubringen und trägt nun mit 10'000 Fr. zur Finanzierung bei. Einen weiteren Beitrag leistet der Renaturierungsfonds der Berner Kraftwerke. Für die Mitglieder der Amphibienrettungsgruppe ist der neue Weiher ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für ihren Einsatz. Sie sind vom neuen Weiher begeistert. Hoffentlich die Kröten und Molche auch!                                                                          

Text: Felix Winkenbach

Bilder: Felix Winkenbach, Erich Lang


Costa Rica - ein tropisches Juwel und Traumdestination für Naturfreunde

Im mittelamerikanischen Land Costa Rica gedeiht im tropischen Klima eine vielfältige und beeindruckende Pflanzen- und Tierwelt. Costa Rica ist politisch stabil und es kann gut individuell bereist werden, daher ist es ein beliebtes Reiseziel bei Naturfreunden. Vor mehr als 90 Besuchern hat Jürg Zettel, Biologe und eremitierter Professor der Uni Bern, uns mit vielen prächtigen, während einer mehrwöchigen Rundreise entstandenen Bildern das Land näher gebracht. Aber Obacht: einige der in Costa Rica vorkommenden Tiere sind äusserst gefährlich!

Costa Rica ist flächenmässig etwas grösser als die Schweiz, weist mit 4.9 Millionen aber deutlich weniger Einwohner auf. Bei der Tier- und Pflanzenwelt hat Costa Rica aber die Nase vorn: So gibt es 34‘000 bekannte Insekten, davon mindestens 1‘200 Schmetterlinge, 200 Säugetiere, 830 Vogelarten und viele Reptilien und Amphibien.

Jürg Zettels Rundreise hat mit einem Allradfahrzeug stattgefunden und wurde in Alajuela, einer Stadt im Zentrum Costa Ricas,gestartet. Übernachtet wurde meist auf privaten Lodges, die während der mehrtägigen Aufenthalte als Ausgangsort für die zu Fuss erfolgenden Exkursionen dienten. Gerade in den Regionen der Nebelwälder muss früh am Morgen gestartet werden, weil mit fortschreitendem Tag aufkommende Wolken und Nebel die Sicht auf Fauna und Flora trüben. Costa Rica weist viele Vulkane auf, an deren Kraterrändern gedeihen viele endemische Pflanzen.

Wir sehen herausragende Aufnahmen hoch spezialisierter Pflanzen, so von Heliconien, einer „Spezialität“ Costa Ricas, die 35 Arten der Gattung werden durch Kolibris besucht und bestäubt. Wir sehen auch die Fledermausblume, die in der Nacht – der Name besagt es – von Fledermäusen besucht wird. Viele der Pflanzen, z.B. die Phylodendron, sind in den Schweizer Wohnzimmern vorhanden, aber in einer deutlich kleineren „Version“. Beeindruckend sind auch die auf den Bäumen wachsenden Epiphyten wie Bromelien und Orchideen, deren Gesamtgewicht dasjenige des Baumes oft bei weitem übertrifft.

Neben vielen Wasservögelngab es auch Tukane zu bewundern. Diese ernähren sich hauptsächlich von Früchten, sind aber auch bekannte und gefürchtete Nesträuber. Weitere Tiere die uns gezeigt wurden sind: Nasenbär, Dreizehenfaultier, Pekari-Schwein, Brüll- und Klammeraffen sowie der Hellrote Ara, bei dem es Wiederansiedlungsprojekte gibt. An der Küste bei Uvita konnte Jürg Zettel sogar Wale beim Kalbern antreffen.

Dem Aufruf von Jürg Zettel zu Beginn des Vortrags „Take a walk on thewildside“ wird der eine oder andere Besucher vielleicht irgendwannnachkommen. Beim Beobachten und Bestaunen der Fauna und Flora sollten die von Spitzmaulkrokodil, Geisselskorpion, Vogelspinnen, Taranteln, Lanzenottern, Pfeilgiftfröschen und Baumschlangen ausgehenden Gefahren dann aber nie ganz vergessen gehen.

Der kurzweilige und vom Biologen und Didakten Jürg Zettel perfekt gestaltete Abend wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Text: Michael Gilgen

Bilder: J. Zettel


NVM Fondueabend

Zahlreiche Vereinsmitglieder des NVM und weitere Personen, die uns dieses Jahr im Naturschutz wertvolle Dienste leisteten, folgten der Einladung zum Nachtessen für Aktive im Kirchgemeindehaus am 24. November. Der von Felicitas Zopfi mit Unterstützung weiterer Vereinsmitglieder organisierte Fondue-Abend war ein gemütlicher und gelungener Anlass und ist ein Dankeschön des NVM an die vielen Personen die aktiv bei Vereinsanlässen mithelfen.  Die Gäste bereiteten das von Marius Luterbacher organisierte Fondue moitié-moitié (Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP) im Caquelon selber direkt auf dem Brenner zu. Dabei und beim Essen herrschte eine tolle Stimmung und die Gäste fanden Zeit sich zu unterhalten und auszutauschen. Der schöne Abend wurde mit Kaffee und Süssem abgeschlossen.

Bericht und Fotos: Erich Lang


Schmetterlingsblumen an der Schmiedegasse

Wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen!

Nach diesem Motto engagiert sich unser Verein für die Erhaltung und Neuschaffung von biologisch reichhaltigen Lebensräumen und Naturobjekten sowie deren Pflege und Gestaltung ein.

Ein schönes Beispiel dazu ist die neue mit Pflanzen und speziellen Schmetterlingsblumen bepflanzte ehemalige Pferdeweide an der Schmiedegasse mitten in Münchenbuchsee. Diese wurde vom Pächter nicht mehr benötigt und dank der guten Kontakte von Hans-Ueli Stucki konnte die Fläche zur Bepflanzung für einheimische Pflanzen genutzt werden. Damit entsteht ein buntes Feld, auf dem Insekten, Schmetterlinge und deren Larven und Raupen Unterschlupf und Nahrung finden. Leider zeitlich befristet, da das das Gelände in einigen Jahren wohl überbaut wird.

Die ehemalige Weide wurde von Hans-Ueli Stucki mechanisch vorbereitet, gegliedert und ein erster Teil bepflanzt. Am Samstag 7. Oktober haben dann vier Mitglieder des NVM die von Hans-Ueli gezogenen Setzlinge gepflanzt und angegossen. Eine Vielfalt von über 60 Pflanzenarten und insgesamt über 100 Pflanzen kann sich nun entwickeln. Die entsprechende Pflanzenliste ist erstellt worden und kann bei Interesse eingesehen werden. Zusätzlich konnten einige Kleinstrukturen als Unterschlupf für Insekten angelegt werden. Weiter wurde der Zaun verstärkt und stabilisiert.

Jetzt hoffen wir, dass die Pflanzen gut gedeihen und blühen und dann im Frühjahr reichlich Schmetterlinge, Bienen, Wildbienen und andere Insekten anziehen.
Nehmen Sie sich doch ab und zu Zeit und machen Sie einen Spaziergang zum Blumenfeld, um die Entwicklung der Pflanzen zu beobachten. Wenn Sie Interesse haben, können Sie gerne bei der Pflege der Schmetterlingsblumen mithelfen. Bitte melden Sie sich dazu bei einem der Co-Präsidenten.

Eine gute Gelegenheit, noch mehr über dieses Objekt zu erfahren, ist der Abendspaziergang des NVM mit dem Titel „Was blüht denn da?“ vom Montag 4. Juni (bei Regenwetter 5. Juni), Treffpunkt 18.30 Uhr beim Paul Klee-Schulhaus. Der Rundgang wird geführt von Felix Winkenbach und Hans-Ueli Stucki und führt zu diversen Blumen- und Heckenstandorten und eben auch zu den Schmetterlingsblumen an der Schmiedegasse.

Bericht und Fotos: Erich Lang

 

Zusätzliche Informationen:

Pflanzliste

Artikel zum Thema aus der Zeitschrift "Blumen&Pflanzen 5/2017"

 

Bunte Tagfalter im Berner Oberland

Am Montagabend 30. Oktober konnte der NVM erfreulicherweise über 70 Personen zum Bildervortrag von Hans-Peter Wymann über Tagfalter im Berner Oberland begrüssen. Hans-Peter Wymann ist im Naturhistorischen Museum Bern tätig, wo er unter anderem unglaublich detailtreue Zeichnungen von Insekten anfertigt.

Die Nordalpen sind gemäss seiner Aussage entomologisch (Insekten betreffend) schlecht erforscht. Auf der Durchfahrt im Kandertal Richtung Wallis hat vor Jahrzehnten einer seiner Forscherkollegen die Aussage gemacht: „Da fliegt nichts“. Dies hat Hans-Peter Wymann beflügelt, der Sache auf den Grund zu gehen. Von den gut 200 Tagfaltern, die in der Schweiz zu finden sind, konnten er und weitere Forscher im Berner Oberland nach langjähriger intensiver Suche und Beobachtungen gut 150 Arten feststellen, was ihn zur süffisanten Schlussbemerkung des Vortages „Irren ist menschlich“ veranlasste. Auch einige als bisher verschollen geglaubte Tagfalter wie der Gelbringfalter konnten von den Schmetterlingsspezialisten im Berner Oberland kürzlich wieder nachgewiesen worden.  

Seine Präsentation der Tour durch das Berner Oberland startete er auf der Thuner Allmend, die dank der Armee einen grossen Trockenrasen und damit auch Habitat für viele Schmetterlinge darunter z.B. den Adonisbläuling ist. Wegen des Klimawandels sind vermehrt auch neue Tagfalterarten zu finden. Der Grosse Schillerfalter ist nun öfter an höheren Standorten als auch weiter nördlich zu entdecken, sofern natürlich auch die Futterpflanzen vorhanden sind. Im Eritzer Hochmoor kommt z.B. der Hochmoor Gelbling vor. In der Nähe, auf der Lombachalp, ist ein grosses Vorkommen an Skabiosen Scheckenfaltern, welcher allgemein als sehr rar gilt.

In der Simmenfluh, die den Zugang zum Simmental markiert, sind speziell an diesem trockenen und warmen Standort Segelfalter, wie der weit verbreitete Apollofalter zu sehen, die die gute Thermik nutzen. Beim Landkärtchen sind die unteren Flügelseiten wie eine Landkarte gemustert. Dieser, wie auch viele andere Schmetterlinge, sind auf die Brennnesseln als Futterpflanze für ihre Raupen angewiesen.  

Die Verbreitung von gewissen Tagfaltern folgt Mustern, die noch nicht geklärt worden sind. So ist im Gasterntal vom sehr artenreichen Alpenapollo die eine Art nur auf der Ost-, eine weitere Art nur auf der Westseite der Kander zu finden. Im Berner Oberland haben viele Falter ihr entweder nördlichstes, westliches oder auch östlichstes Verbreitungsgebiet, je nach ihrer ursprünglicheren Herkunft.

Der grosse und kleine Moorbläuling braucht für seine Entwicklung den Grossen Wiesenknopf als Futterpflanze. Die Raupen lassen sich im Spätsommer zu Boden fallen und werden von den Knotenameisen in ihren Bau geholt im Glauben daran, dass es sich dabei um ihren eigenen Ameisennachwuchs handelt. Im Ameisenbau fressen die Raupen dann Larven der Ameisen. Im Frühjahr schlüpft der Falter und setzt mit einer klebrigen Masse die Ameisen ausser Gefecht und nutzt die Aufregung, um aus dem Ameisenbau raus zu kommen und davon zu fliegen, sich zu paaren und seine Eier erneut auf den Wiesenknopf zu legen. An diesem Beispiel ist zu sehen, wie wichtig es ist, dass verschiedene Elemente symbiotisch vorhanden sein müssen, damit einzelne, hoch spezialisierte Arten sich fortpflanzen können und somit erhalten bleiben.

Weltweit einzig kommt der Sudeten Mohrenfalter in Grindelwald vor. Auch der Schneeschillerfalter kommt in einem Umkreis von 500 km nur ums Faulhorn, oberhalb des Grindelwaldner Talkessels vor. Die männlichen Tagfalter schlüpfen oft vor den Weibchen und von manchen Arten sind die Männchen auf nassen-steinigen Flächen zu sehen, wo sie Mineralien aus dem Boden saugen, damit ihre Spermien reifen.

Im Haslital und im Gebiet gegen den Sustenpass mit seinen Auenwäldern, ist der Geissblatt Scheckenfalter zu finden. Hans-Peter Wymann konnte zu den weiteren zahlreichen beschriebenen Tagfaltern manch lebendige Geschichte über deren Entdeckungen und Beobachtungen erzählen.

Das interessierte Publikum stellte zahlreiche Fragen. So erfuhren wir, dass nur gut zehn Arten als Schmetterlinge überwintern. Die anderen entweder als Raupe, Puppe oder Ei. Manche Arten fliegen nur alle zwei Jahre, da die Entwicklung der Jungtiere wegen der kurzen Vegetationsperiode nur langsam und schrittweise vorangeht. Obwohl sich Tagfalter im Berner Oberland wegen der Klimaerwärmung neue Lebensräume erschliessen, sind diese unter Druck. Werden z.B. Alpen neu durch Strassen erschlossen, folgt damit meist auch der Austrag von Gülle. Dadurch werden die Wiesen zu fett und die vielfältige Magerwiesen Flora verschwindet und damit auch die meisten Schmetterlinge auf diesen Wiesen.

Weiter kamen die kürzlich in der Presse publizierten Ergebnisse der „Krefelder Studie“ zur Entwicklung von Insekten in den letzten 20 Jahren zur Sprache. Die Biomasse der Insekten hat in dieser Zeit um drastische 80% abgenommen. Damit fehlen einerseits Bestäuber für gut ¾ der Nahrungspflanzen, die durch Bienen und Insekten bestäubt werden, aber auch die Lebensgrundlage und Nahrung für weitere Insekten, Vögel und Fledermäuse. Die Gründe dafür sind wissenschaftlich nicht ganz klar. Ein wichtiger Grund dafür ist aber sicher die Verödung unserer Landschaft und das Verschwinden von Futterpflanzen für Insekten. Weiter der starke Einsatz von Pestiziden, damit ein hoher Ertrag erzielt wird und der Konsument makelfreie Ware kaufen kann. 

Was kann dagegen gemacht werden? Wichtig ist eine naturnahe Bewirtschaftung des eigenen Gartens oder Balkons, landwirtschaftlicher und öffentlicher Flächen.

Den eigenen Garten und Balkon naturnah zu gestalten und etwas „Wildnis“ zulassen erhöht die Naturvielfalt. Dies ist um vieles wertvoller als z.B. nur Steinflächen im Garten zu haben. Ein Insektenhotel ist gut, aber es braucht auch Nahrung für dessen Bewohner. Also Wildpflanzen vorziehen und z.B. auch Gemüse blühen lassen, wie Fenchel oder Petersilie. Sie werden staunen, wie dadurch zahlreiche Fluginsekten angezogen werden. Gegen Blattläuse hilft einfache Schmierseife oder Brennnesselwasser. Mit dem Kauf von Produkten aus naturnaher und besonders biologischer Produktion kann die Biodiversität unterstützt werden. Auf jeden Fall ist es höchste Zeit etwas gegen diese anstehende weiter Verarmung der Umwelt zu unternehmen. Machen Sie mit!

Bericht: Erich Lang

Bilder: Hans-Peter Wymann

 

Zusätzliche Informationen:

passend zum Bildervortrag des NVM über bunte Tagfalter im Berner Oberland von Hans-Peter Wymann hier eine Sendung zu Insekten auf SRF1. Bitte scrollen, wenn die Musik nicht gehört werden will. Ab ca. Minute 32 hören Sie Gründe für die massive Reduktion von über 80% der Insekten der Biomasse in den letzten 20 Jahren  und mögliche Massnahmen zur Förderung der Insekten und damit auch der Tagfalter:

Faszinierender Blick in die Welt der Insekten

Insekten sind die artenreichste Klasse der Tiere überhaupt. Viele Arten sind noch gar nicht bekannt. Der «Treffpunkt» wirft einen Blick in die faszinierende Welt der Insekten.

http://podcasts.srf.ch/world/audio/Treffpunkt_31-10-2017-1003.1509444789401.mp3?assetId=eb27babb-9be6-4299-9870-a8be431044a6

Mehr zum Thema der auch von Birdlife Schweiz im Newsletter:  

Internationales Forscherteam bestätigt dramatisches Insektensterben

Ein internationales Forscherteam aus den Niederlanden, Grossbritannien und Deutschland hat die dramatischen Befunde zum Insektenrückgang in Nordwestdeutschland in einer jetzt in der internationalen Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Studie bestätigt. Die Forscher stellten damit die Beobachtungen des Entomologischen Vereins Krefeld auf eine wissenschaftlich abgesicherte Basis. So ist mit den Biomasseverlusten bei Fluginsekten von 76 bis 81 Prozent seit den 1990er Jahren ein klarer Negativ-Trend erkennbar. Insgesamt wurden  in einem Zeitraum von 27 Jahren 63 Standorte in Schutzgebieten unterschiedlichster Lebensräume des Offenlandes überwiegend in Nordwestdeutschland untersucht, wobei der Rückgang überwiegend im Flachland festgestellt wurde.

Hier können Sie das PDF dazu herunterladen.