Mehr Natur vor der Haustür

Was kann ich dazu beitragen und was macht die Gemeinde Münchenbuchsee?

Bildervortrag von Pascal König, BirdLife Schweiz und Co-Präsident NVM und Erika Loser, Projektleiterin Planung und Umwelt Bauabteilung Gemeinde Münchenbuchsee

Startanlass des NVM für Aktionen durchs ganze Jahr für mehr Biodiversität vor der Haustüre zusammen mit der Gemeinde Münchenbuchsee.

Erich Lang Co-Präsident des NVM konnte fast 50 Personen zu diesem Vortragsabend begrüssen und Pascal König startete mit diesen Fragen ans Publikum: Was beinhaltet Biodiversität im Siedlungsraum? Was für eine Bedeutung hat Natur vor der Haustüre für Sie?

Einige Stichworte und Antworten auf diese Fragen sind: Vielfalt der Arten und Lebensräume und auch die genetische Vielfalt. Gefährdet ist die Biodiversität im Siedlungsraum durch Verlust von Grünraum, eine sterile Umgebung. Gefördert werden kann die Natur vor der Haustür durch einheimische Sträucher statt Kirschlorbeer (z.B. Holunder auch für Sirup aus dessen Blüten), Blumenwiesen statt Einheitsrasengrün, Ruderalflächen statt Asphaltplatz,  Trockenmauer statt Beton, Strassenrand und Mittelstreifen für Blumen (Blumenwiesen wie sie z.B. Hans Ueli Stucki vom NVM an diversen Standorten in Buchsifördert), Wasser im Siedlungsraum, begrünte Dächer und Wände, Blumenkisten auf dem Balkon mit einheimischen Blumen (dies ist auch für Mieter möglich), Nisthilfen auch für Höhlenbrüter wie Haurotschwanz oder Fledermäuse an einer Hauswand.

Die Förderung von mehr Natur vor der Haustüre ist ein Zusammenspiel verschiedener Akteure wie Hausbesitzern, Mietern (die auch Einfluss auf die Umgebungsgestaltung nehmen können), Hauswarten, Architekten und den politischen Gremien von national bis kommunal.

Erika Loser von der Bauabteilung der Gemeinde Münchenbuchsee ging in Ihrem Vortrag auf die Regelung und Umsetzung, z.B. gemäss Zonenplan, der von den Stimmbürgern in Buchsi im 2013 genehmigt wurde, und weiteren gesetzlichen Vorgaben auf das Thema ein. Auch einzelne geschützte Objekte, wie die Mauerseglerkolonie im Kirchturm und im Paul Klee Schulhaus und geschützte Bäume wurden als Beispiele genannt. Zudem ist die Gemeinde daran die Biodiversität auf Gemeinde eigenen Flächen zu fördern. Auch die Zusammenarbeit mit der KOFU, der Neophytengruppe des NVM und ein Merkblatt zur Umgebungsgestaltung sind Punkte die wichtig sind.

Einige mögliche Projekte, die von der Gemeinde zusammen mit den NVM aufgewertet werden könnten sind z.B. die Tannenhecke der Schrebergärten im Riedli, die Umgebung der Saalanlage, die Dachbegrünung im Paul Klee Schulhaus verbessern, oder allenfalls auch Massnahmen beim Ausbau des Gymers Hofwil.

Einige Fragen und Hinweise aus dem Publikum konnten die beiden Referenten gut und erklärend beantworten. Auch in Buchsi besteht noch viel sehr viel Potential für mehr Natur vor der Haustüre.

Fazit des Abends: Mehr Natur vor der Haustüre ergibt mehr aktiven Erholungsraum und verbesserte Lebensqualität für Mensch und Natur. Nebst der Gemeinde und dem NVM, die sich für mehr Biodiversität im Dorf einsetzen, hat es auch jeder von uns selbst in einem gewissen Mass in der Hand, was Er oder Sie für mehr Natur vor der eigenen Haustüre beitragen kann. Werden Sie selber aktiv!

Informationsblatt "Biodiversität im Siedlungsraum"

Text: Erich Lang; Bilder: Pascal König/Erich Lang/BirdLife Schweiz