Costa Rica - ein tropisches Juwel und Traumdestination für Naturfreunde

Im mittelamerikanischen Land Costa Rica gedeiht im tropischen Klima eine vielfältige und beeindruckende Pflanzen- und Tierwelt. Costa Rica ist politisch stabil und es kann gut individuell bereist werden, daher ist es ein beliebtes Reiseziel bei Naturfreunden. Vor mehr als 90 Besuchern hat Jürg Zettel, Biologe und eremitierter Professor der Uni Bern, uns mit vielen prächtigen, während einer mehrwöchigen Rundreise entstandenen Bildern das Land näher gebracht. Aber Obacht: einige der in Costa Rica vorkommenden Tiere sind äusserst gefährlich!

Costa Rica ist flächenmässig etwas grösser als die Schweiz, weist mit 4.9 Millionen aber deutlich weniger Einwohner auf. Bei der Tier- und Pflanzenwelt hat Costa Rica aber die Nase vorn: So gibt es 34‘000 bekannte Insekten, davon mindestens 1‘200 Schmetterlinge, 200 Säugetiere, 830 Vogelarten und viele Reptilien und Amphibien.

Jürg Zettels Rundreise hat mit einem Allradfahrzeug stattgefunden und wurde in Alajuela, einer Stadt im Zentrum Costa Ricas,gestartet. Übernachtet wurde meist auf privaten Lodges, die während der mehrtägigen Aufenthalte als Ausgangsort für die zu Fuss erfolgenden Exkursionen dienten. Gerade in den Regionen der Nebelwälder muss früh am Morgen gestartet werden, weil mit fortschreitendem Tag aufkommende Wolken und Nebel die Sicht auf Fauna und Flora trüben. Costa Rica weist viele Vulkane auf, an deren Kraterrändern gedeihen viele endemische Pflanzen.

Wir sehen herausragende Aufnahmen hoch spezialisierter Pflanzen, so von Heliconien, einer „Spezialität“ Costa Ricas, die 35 Arten der Gattung werden durch Kolibris besucht und bestäubt. Wir sehen auch die Fledermausblume, die in der Nacht – der Name besagt es – von Fledermäusen besucht wird. Viele der Pflanzen, z.B. die Phylodendron, sind in den Schweizer Wohnzimmern vorhanden, aber in einer deutlich kleineren „Version“. Beeindruckend sind auch die auf den Bäumen wachsenden Epiphyten wie Bromelien und Orchideen, deren Gesamtgewicht dasjenige des Baumes oft bei weitem übertrifft.

Neben vielen Wasservögelngab es auch Tukane zu bewundern. Diese ernähren sich hauptsächlich von Früchten, sind aber auch bekannte und gefürchtete Nesträuber. Weitere Tiere die uns gezeigt wurden sind: Nasenbär, Dreizehenfaultier, Pekari-Schwein, Brüll- und Klammeraffen sowie der Hellrote Ara, bei dem es Wiederansiedlungsprojekte gibt. An der Küste bei Uvita konnte Jürg Zettel sogar Wale beim Kalbern antreffen.

Dem Aufruf von Jürg Zettel zu Beginn des Vortrags „Take a walk on thewildside“ wird der eine oder andere Besucher vielleicht irgendwannnachkommen. Beim Beobachten und Bestaunen der Fauna und Flora sollten die von Spitzmaulkrokodil, Geisselskorpion, Vogelspinnen, Taranteln, Lanzenottern, Pfeilgiftfröschen und Baumschlangen ausgehenden Gefahren dann aber nie ganz vergessen gehen.

Der kurzweilige und vom Biologen und Didakten Jürg Zettel perfekt gestaltete Abend wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Text: Michael Gilgen

Bilder: J. Zettel