Exkursion Fraubrunnenmoos

Wir haben in der folgenden Reihenfolge 28 Vogelarten beobachtet: Goldammer, Star, Mönchsgrasmücke, Bachstelze, Feldlerche, Braunkehlchen, Buchfink, Rotmilan, Mäusebussard, Schwarzmilan, Turmfalke, Stockente, Rabenkrähe, Rauchschwalbe, Dorngrasmücke, Distelfink, Blaumeise, Kohlmeise, Hausrotschwanz, Ringeltaube, Kiebitz, Grünschenkel, Flussregenpfeifer, Blässhuhn, Bruchwasserläufer, Dohle, Schafstelze, Kuckuck, Hänfling.

Beim Schwimmbad begrüsst unser Co-Präsident Erich Lang bei leichtem Regen und kaltem Wind pünktlich fünf Frauen, den Schreibenden und den Exkursionsleiter Samuel Bachmann. Später gesellt sich Pascal König mit Frau und ihren zwei Kleinkindern dazu. Gemütlich folgen wir, Vögel beobachtend, dem Lauf der Urtenen bis zu unserm Ziel, dem Biotop der Kiebitze. Schon auf dem Weg zum Schwimmbad beobachten wir Biberspuren, zugespitzte Baumstrünke, später eine beachtliche Stauung sowie ein Biberwarnschild für Motorfahrer. In der weiten Ebene fruchtbaren Ackerlandes sind die Badeanlage und der Bach mit seiner vielfältigen Uferbestockung die einzige ökologische Infrastruktur. In diesem Lebensraum können wir 14 Vogelarten beobachten. Goldammer und Braunkehlchen präsentieren sich uns in ihrer ganzen Schönheit. Dass wir nur zwei Feldlerchen beobachten, ist enttäuschend. Über dem Wald an der Ostseite der Ebene entdecken wir mehrere Greifvögel. Im Bereich der Scheune beim Kiebitzbiotop herrscht reges Vogelleben. Die Scheune beherbergt Schleiereule und Turmfalke. Vom Beobachtungswall aus zählen wir etwa ein Dutzend Kiebitze. Balz ist angesagt. Samuel gefällt nicht, dass keine Kiebitze brüten. Die erste Brut fiel wohl Nesträubern zum Opfer: Marder, Fuchs, Iltis, Krähe oder Greifvögel.
Seit alters her ist das Fraubrunnenmoos Kiebitzland. Dem Bewirtschafter des Biotops ist das Gedeihen der Kiebitze seit langem ein Anliegen. 2007 gelang es Samuel Bachmann mit Unterstützung der ALA, von Kanton, Gemeinde, Vogelschutzvereinen und des Landwirts das Biotop mit Weihern, Brachflächen und einem Elektrozaun zu schaffen. Kosten: ca. 70 000 Fr. Der NVM steuerte 2000 Fr. bei. Vor wenigen Jahren vergrösserte die ALA das Biotop und kaufte eine Fläche von etwa 3 ha. Momentan läuft das Verfahren zur Schaffung eines kantonalen Naturschutzgebiets.

Bericht: Felix Winkenbach       Bilder: Erich Lang