Abendlicher Rundgang im Schmetterlingsgarten an der Schmiedegasse

Holzbienen, Raupen, Schmetterlinge und viele Vogelarten bedanken sich bei Wildpflanzenexperte Stucki, welcher mit einem grossen Fachwissen, enormen körperlichem Einsatz und Engagement täglich seinen Anteil zum Naturschutz leistet.

Am 23. Juli 2019/ 19 h 00 lud der NVM, Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee, zu einem interessanten Rundgang an der Schmiedegasse ein. Trotz Sommerhitze 30° und Ferienzeit fanden sich 16 Interessierte ein um Hans - Ueli über die Schulter zu schauen, viel Wissen aufzuschnappen und Fragen zu stellen. Ein gelungener Anlass (kann wiederholt werden).*

Hans Ueli Stucki ist ein engagierter, ruhiger Verfechter für Wildpflanzen, setzt sich zum Wohle der Pflanzen- und Tierwelt für diesen effektiven Naturschutz ein.

* Interessierte melden sich bitte direkt bei H. U. Stucki        

für evtl. Führungen oder Beratungen zum Hegen und Pflegen bei Wildpflanzen

ein Beispiel wie er seine, aus Samen gewonnenen Bio Wildpflanzen, später in der Umgebung der Schmiedegasse bei Baumscheiben, kleinen Grasflächen oder eben in seinem Wildpflanzen Garten einpflanzt (von der Gemeinde gratis zur Nutzung zur Verfügung gestellt, um die Wildpflanzenverfechter zu unterstützen) ein kleiner Ausschnitt des Wildpflanzengartens, beschildert, gehegt, mit viel Fleiss gepflegt. Eine Holzbiene sahen wir!

auf einer sonst unbenutzten Grasfläche/Umgebung Schmiedegasse diese ass. Wildpflanzen ausgesät, trockene und noch blühende Skabiosen-verdorrt wie Disteln wunderschön. Vertrocknete Kapseln, Dolden können “stibitzt“ und weiter versamt werden*

*Sicher fand jede Besucher/IN beim Rundgang seine Lieblingspflanze und konnte (wenn schon verblüht) seine Kapseln oder Samen mit nach Hause nehmen um Stucki s Arbeit fortzusetzen.

Wilde Möhre (weisse Dolde, in der Blütendolde eine „Mohrenblüte“ wie ein Insekt- in der Fruchtreife ein grünes Körbchen. Taubenkropf /Leinkraut, Johanniskraut, Skabiosen, Königskerzen, Wegwarte gross und klein - um nur einige der vielen Pflanzensorten bei Stucki zu benennen.

Eine Besucherin wusste noch eine Geschichte zur Wegwarte- ihr Liebster musste in den Krieg, kehrte leider nie zurück- daher steht sie am Weg und wartet/Wegwarte traurig – schön, danke.

Am gelben Hornklee konnten wir uns davon überzeugen, dass die Raupen ihn lieben...gute 4-6 Stück fanden wir an den Stängeln.

Die wilde Karde, gross mit lila Blüten und mehrjährig, wird vom Distelfinken geliebt- welcher sich leider schon zurückgezogen hatte.

Erich Lang, Co- Präsident des NVM verteilte noch die Zettel zur Bekämpfung der Problempflanzen, welche unsere Einheimischen verdrängen. - www.neophyt.ch; www.infoflora.ch

Weli Pflanze muess ig schütze, weli cha ig la stah
u weli söu am beschte grad sofort i Chübu ga“?
Bi Wildpflanze frag dr Hans-Ueli Stucki us Münchenbuchsee um Rat,
de machsch gli für Tier- u Voguwäut e gueti Tat.

Hans Ueli Stucki zeigte uns noch wie die Neophyten korrekt entwurzelt, ausgerissen, geknickt nach der Blüte und entsorgt werden, damit sie blühen dürfen (wer sie liebt), aber doch nicht absamen können. Das jährige Berufkraut war um die Baumscheiben fast vorherrschend- also wohl wahr der Aufruf zum Entsorgen! „Häufet mit, dass nid 10 000 vo Flugsame nächst Jahr üsi Wildpflanze verdränge!“ Danke.

Bericht und Fotos im Bericht: Ursula Mani, Dulliken
Fotos Diashow: Erich Lang