Jahresbericht 2019 Arbeitsgruppe Neophyten

In der Arbeitsgruppe Neophyten haben im zurück liegenden Jahr 14 Personen aus dem Naturschutzverein mitgearbeitet. Im Mai traf sich die Gruppe zu einer Arbeitsbesprechung an der die Aufgaben besprochen und den einzelnen Mitgliedern Sektoren (Gebiete) zur Überwachung und Bearbeitung zugeteilt wurden. 2019 hat sich die Arbeitsgruppe fast ausschliesslich auf die Bekämpfung von Einjährigem Berufkraut, Goldruten und Japanischem Knöterich beschränkt. Vereinzelt wurden Robinien und Sommerflieder ausgegraben.

Im Verlauf des Sommers wurde das ganze Gemeindegebiet, inklusive Wald, auf den Bewuchs mit Neophyten überprüft und die einzelnen Standorte auf der Karte markiert. Für Orte mit starkem Befall wurde der Grundeigentümer ausfindig gemacht und das Gespräch mit ihm gesucht. Zurzeit fehlen die gesetzlichen Grundlagen, um die Grundeigentümer oder Pächter dazu zu verpflichten, die Neophyten selber zu bekämpfen. Ein Eigentümer an der Mühlestrasse war freiwillig dazu bereit. Möglich, dass die geplante Verschärfung des Umweltschutzgesetzes dies ändern wird.

Es ist gelungen, einzelne Gebiete, wie z.B. ein grosser Teil des Bärenriedwaldes oder die Talstrasse, bis im Herbst von Einjährigem Berufskraut und Goldruten zu befreien. Andernorts konnten die Bestände stark reduziert oder zumindest eingedämmt werden. Einige Gebiete konnten aus verschiedenen Gründen nicht oder nur zum Teil bearbeitet werden.

In der Arbeitsgruppe wurde vereinbart, dass festgehalten werden soll, an welchen Standorten welche Neophyten wann ausgegraben und/oder ausgerissen wurden. Diese Einsatzrapporte sollen dazu dienen, im Vergleich der verschiedenen Jahre festzustellen, ob die Massnahmen zu einer merklichen Verminderung der Anzahl und der flächenmässigen Ausdehnung der Neophyten beitragen oder nicht, sprich ob die Anstrengungen überhaupt etwas nützen.

Die Statistik 2019 sieht folgendermassen aus:

Ausgerissene / ausgegrabene Neophyten:

Goldruten: 7’080

Einjähriges Berufkraut: 32’530

Japanischer Staudenknöterich: 530

Zeitlicher Aufwand:

Die Statistik ergibt folgende Resultate:

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben (ohne Einsatz am Orange Day) an verschiedenen Strandorten während 126 Stunden Neophyten ausgerissen und ausgegraben. Dabei leisteten die einzelnen Arbeitsgruppenmitglieder zwischen ein paar wenigen bis zu 20, 30 und in einem Fall mehr 50 Arbeitsstunden.

Ende August fand ein Freiwilligeneinsatz durch Mitarbeitende von GlaxoSmithKline statt. Vorbereitet und begleitet wurde dieser Einsatz durch Mitglieder der Arbeitsgruppe, einem Mitarbeiter der Gemeinde und einer Mitarbeiterin des Jugendwerkes. Siehe dazu den Bericht «Einsatz für die Natur am Orange Day».

Am Orange Day wurde während 109 Stunden gearbeitet. Die Anzahl ausgerissener und ausgegrabener Pflanzen wurde nicht gezählt.

Die Anzahl Liter Schweiss, die dabei vergossen wurden, wurden nicht gemessen.

Dort wo es nicht störte, wurden die Pflanzen an einer geeigneten Stelle zum Trocknen liegen gelassen. Andernorts hat der Werkhof die Entsorgung übernommen.

Im Juni wurde im Buchsi Info ein Aufruf zur Bekämpfung der Neophyten publiziert. Im Sommer wurde das Merkblatt «Informationen zu invasiven Neophyten in Münchenbuchsee» neu gestaltet und auf der Homepage der Gemeinde Münchenbuchsee aufgeschaltet. Im Dezember erschien im Buchsi Info der Artikel «Einsatz für die Natur am Orange Day» über den Arbeitseinsatz von Ende August.

Die Arbeitsgruppe hat 2019 mit 126 Stunden einen sehr grossen Einsatz geleistet. Die insgesamt geleisteten 235 Arbeitsstunden entsprechen 5,6 Arbeitswochen zu 42 Stunden. Dieser grosse Einsatz von Freiwilligen kann nicht jedes Jahr geleistet werden und wird eine Ausnahme sein.

In einem nächsten Schritt geht es darum, die Statistik der letzten zwei Jahre auszuwerten und zusammen mit der Gemeinde ein Konzept zu erarbeiten, in welchem festgelegt wird, wer bei der Neophytenbe-kämpfung welche Aufgaben übernimmt und wie die Arbeit möglichst effektiv und effizient ausgeführt werden kann. Grundsätzlich ist es nicht sehr befriedigend, dass die Arbeit vor allem aus der Bekämpfung der Neophyten besteht. Anzustreben ist, die Ansiedlung und Ausbreitung der invasiven Neophyten zu verhindern. Auch dazu müssen in einem Konzept Ziele und Massnahmen formuliert werden.

Wir danken den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und allen die unsere Arbeit im letzten Jahr unterstütz haben für ihren Einsatz.

Arbeitsgruppe Neophyten

Charlotte Bühlmann