Fledermäuse - die unbekannten Wesen

14.11.2016

Bericht von Pascal König:

Daniela Schmieder, Biologin an der Universität Bern und Mitglied Fledermausverein Bern konnte am 14. Nov. 2016 den über 60 anwesenden Personen viel Spannendes zu diesen nachtaktiven Tieren erzählen. Fledermäuse sind mit rund 1350 Arten die artenreichste Säugetierordnung weltweit. Auch in der Schweiz sind Fledermäuse mit 30 Arten die artenreichste Säugetierordnung. Von diesen 1350 Arten die weltweit vorkommen, sind lediglich 3 in Mittelamerika vorkommende Arten blutleckend – blutsaugende Fledermäuse sind also ein Konstrukt blühender Fantasie. Einige Fledermausarten ernähren sich sogar von Nektar und sind sehr wichtig für die Bestäubung spezifischer Pflanzenarten.

Die Flughaut der Fledermäuse ist zwischen verlängerten Fingerknochen gespannt, wobei der kleine Finger der längste und der Daumen als Haken ausgebildet ist. Neben der Besonderheit, dass Fledermäuse die einzigen fliegenden Säugetiere sind (andere gleiten nur), ist die Echoortung die Spezifität, die es Ihnen ermöglicht, sich auch bei Dunkelheit problemlos orientieren und jagen zu können. Wobei sich die Echoortung von Art zu Art unterscheidet und der jeweiligen Lebensraumnutzung einer Art angepasst ist. Einige Jagen im offenen Luftraum, andere zwischen Ästen, andere jagen entlang von Strukturen wie Hecken oder Bäumen und einige wenige, wie etwa die Wasserfledermaus, jagen über der Wasserfläche. Manche Fledermausarten erbeuten ihre Nahrung sogar am Boden. Je nach Jahreszeit halten sich Fledermäuse an unterschiedlichen Orten auf. Im Frühling/Sommer werden die Jungen in der sogenannten Wochenstube (eine Art Kinderhort) aufgezogen. Diese befinden sich häufig in Dachböden oder Baumhöhlen. Sind die Jungen ausgeflogen, werden Fensterläden, Lücken und Ritzen in der Gebäudehülle oder Spechthöhlen und Risse in Bäumen oder sogenannte Herbststuben zur Tagesruhe genutzt. Die Paarung erfolgt im Herbst. Für den Winterschlaf werden Standorte mit möglichst gleichmässiger Temperatur aufgesucht. Diese Bedingungen sind vor allem in Höhlen oder alten Bunkern oder auch in Baumhöhlen gegeben. Für den Winterschlaf wird die Körpertemperatur auf etwa 4°C reduziert und die Atmung und Herzschlagrate wird auf ein Minimum heruntergefahren. Ein kurzzeitiges aufwachen aus dem Winterschlaf durch Störungen kann tödliche Folgen haben, da der Energieaufwand zum hochfahren des Systems immens ist und die Energiereserven dann für den Rest des Winters nicht ausreichen. Manche Arten legen während der jahreszeitlichen Verschiebungen grosse Distanzen zurück. Die Zwergfledermaus ist die häufigste und zugleich die kleinste Fledermausart in der Schweiz, während der grosse Abendsegler, der in der Schweiz in Baumhöhlen überwintert, die grösste Fledermausart ist.

Gefährdet sind Fledermäuse durch Wald-Monokulturen, wie im Mittelland angepflanzte reine Fichtenbestände. Zudem stellt das Fehlen von alten Bäumen, und damit Baumhöhlen, ein Problem für Fledermäuse dar. Viele Fledermausquartiere werden durch Gebäudesanierungen zerstört. Ausgeräumte Landwirtschaftsflächen ohne Hecken oder Bäume und Insektenfördernden Strukturen, sowie sterile Gartengestaltungen mit englischem Rasen, kahlen Steinaufschüttungen und nicht einheimischen Pflanzen bieten kaum geeignete Jagdhabitate für Fledermäuse. Pestizide in der Landwirtschaft können durch direkte Vergiftung oder indirekt durch die Reduktion des Insektenangebotes ein Problem darstellen. Auch die Lichtverschmutzung setzt vielen Fledermausarten zu, denn viele Arten meiden Licht (hier stellt die Zwergfledermaus eine Ausnahme dar, sie kann oft beim Jagen im Lichtkegel beobachtet werden). Glasfassaden lassen aufgrund der glatten Oberfläche keine Echoortung zu, wodurch es zu tödlichen Kollisionen kommen kann. Zudem können Fledermäuse von den Rotorblättern von Windrädern erschlagen werden oder durch die Rotoren ausgelöster Unterdruck kann in der Nähe der Windräder ein Baro-Trauma, das Platzen der Lungen, auslösen. Entsprechend können Fledermäuse mit der Vermeidung der Gefahren und Förderung von strukturreichen, vielfältigen Lebensräumen, vielen alten Bäumen, artenreichen Wiesen, Reduktion der Lichtverschmutzung bei Nacht und dem Anpflanzen von nachtblühenden Pflanzen (Nachfalter) gefördert werden. Der Fledermausverein Bern www.fledermaus-be.ch gibt gerne Auskunft bei Fragen zu Fledermäusen und nimmt Hinweise zu Fledermausquartieren sehr gerne entgegen. Die Sicherung dieser Quartiere ist essentiell für Fledermäuse.

Fledermäuse kommen auch in Buchsi vor, jedoch muss das Umfeld stimmen. An der Fledermausexkursion des NVM am 28. Juli 2017 können Sie mehr über die Dämmerungs- und Nachtaktiven Flugkünstler in Buchsi erfahren (Details siehe Jahresprogramm mit Verschiebedatum bei schlechtem Wetter 4. Aug.).

 

Gemeinsame Arbeiten von NVM-Mitgliedern im Biotop Bärenried

Samstag 10. Sept. 2016, 09.00 – 13.00 Uhr.

Eine top motivierte Gruppe von Mitgliedern des NVM traf sich bei tollem Wetter zum gemeinsamen Arbeiten in „unserem“ Biotop. Felix erklärte uns zuerst kurz dessen Entstehungsgeschichte: 1991 wurde es unter der Leitung von Charlotte Bühlmann von der Armee anlässlich der 700Jahr-Feiern der Eidgenossenschaft als Geschenk an die Einwohner von Buchsi gebaut.

Danach machten sich 3 Gruppen an diverse Arbeiten. Felix ging zusammen mit Claudia entlang des nahen Waldwegs den invasiven Neophyten Berufkraut und Goldrute an den Kragen. Bruno Meier, der Biotopverantwortliche, und Peter Stucki, der Kandidat der GFL für das Gemeindepräsidium, transportierten verrottete Holzschnitzel vom vernässten Weg zum Kompost. Bruno war hier schon vorgängig mit seiner Stellvertretung Beate Kiewel aktiv. Die groben Arbeiten, wie Gehölzpflege, Häckseln und grossflächiges Mähen werden jeweils vom Werkhof der Gemeinde fachmännisch ausgeführt.

Eine weitere Gruppe mit Lisbeth, Elvira, Myriam und Erich ging daran, den grossen Teich vom wuchernden Schilf zu befreien. Das Schilf wurde mit Sicheln geschnitten oder wenn möglich ausgerissen. Mit den hüfthohen Fischerstiefeln konnte dies auch mitten im Weiher erledigt werden. Ein hoher Haufen von abgeführtem Schnittgut zeugt von der enormen Masse des in diesem Jahr gewachsenen Schilfs. Der grosse Teich war kurz vor Mittag vollständig vom Schilf befreit. Damit steht den Grasfröschen im nächsten Frühjahr wieder eine geeignete Wasserfläche für die Laichablage zur Verfügung. Zudem verlandet der Teich weniger. Für die Frösche, Kröten, Molche und Libellen sind die Teiche und das ganze Biotop mit den vielen Kleinstrukturen, Büschen und Kopfweiden ein wahres Paradies. Diese bieten Nahrung und Versteckmöglichkeiten, so dass viel Nachwuchs gedeiht. Eine weitere Bereicherung ist der lichte Waldrand, den Bruno und seine Helfer im letzten Winter stark zurückgeschnitten haben.

Gegen Mittag wurde im Wald ein Feuer entfacht, damit wir Würste bräteln konnten. Da waren auch die beiden Mädchen Selina und Celina, die vorher auf Entdeckungstour waren und eine junge Erdkröte fanden, schnell wieder anwesend. Wir genossen es, wieder einmal eine Wurst am offenen Feuer zu braten. Myriam hat passend und vielseitig eingekauft, so dass alle satt wurden.

Bei angeregten Gesprächen verging die wohlverdiente Mittagspause schnell. Zum Abschluss des gemeinsamen Einsatzes staunten wir noch einmal ob der getanen Arbeit. Wir spürten dadurch auch selber, wie viele Stunden Bruno mit seinem Schwiegersohn, Beate und Werner Bieri im Biotop während des Jahres intensiv arbeitet.

Herzlichen Dank an die ganze Gruppe für das tolle Werken und insbesondere auch an Bruno und seine Helfer für den regelmässigen unentgeltlichen Einsatz während des Jahres zugunsten der grossen Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

Text und Bilder: Erich Lang und Felix Winkenbach

 

Abendspaziergang Schwalben und Mühlebachquartier


Am Donnerstag, 2. Juni um 18.30h traf sich eine interessierte und unternehmungslustige Gruppe von Mitgliedern des NVM zum geplanten Abendspaziergang. Vom Treffpunkt beim Gymnasium Hofwil ging‘s direkt zum Hof der Familie Hebeisen. Hier berichtete Erich Lang viel Interessantes über die hier lebenden Rauchschwalben.

Frau Meier, die Verantwortliche des Reitpferdestalles, konnte uns  manche schöne Geschichte zu Ihren Rauchschwalben erzählen und zeigte uns ihre Schnappschüsse von vollbesetzten Nestern.
Als der Stall von Schweine- auf Pferdehaltung umgestellt wurde, war für die Familie Hebeisen eine der Sorgen, ob wohl Ihre Schwalben weiterhin nisten kommen. Und siehe da, viele der in jeder Pferdeboxe aufgehängten Kunstnester sind weiterhin besetzt. Daneben können die Rauchschwalben mit dem vorhandenen Nistmaterial auch noch selber Nester bauen, da wo es Ihnen am Besten passt. Leider waren wegen des nasskalten Frühlings die Jungen noch nicht geschlüpft. Dennoch konnten wir einige, der mit langen Schwanzspiessen versehenen Kunstflieger, auch von Nahem sehen. Weitere Rauchschwalbennester finden sich beim Stall direkt beim Wohnhaus.

Auf dem Weg zum Mühlebachquartier sahen wir am Unterdach des Alten Lehrerhauses noch einige Mauerseglernistkasten. Felix Winkenbach stellte  im Mühlebachpark die blühenden Sträucher und Wiesenblumen vor. Der zusammengestellte Blumenstrauss war mit über einem Dutzend Wiesenblumenarten bestückt.

Bei der nahen Bahnunterführung konnten weitere einheimische Pflanzen in voller Blüte bestaunt werden. Unser Mitglied Hans-Ueli Stucki hat dort in den vergangenen Jahren auf der kieshaltigen Böschung Samen eingebracht.

Bei der Familie Glauser bestaunten wir schliesslich die über 20 besetzten Mehlschwalbennester.  Ein reges Kommen und Gehen war zu sehen. Die Mehlschwalben sind im Gegensatz zu den Rauchschwalben viel geselliger und leben in Nestern die sehr nahe beieinander sind. Weil hier mitten im Dorf kaum natürliches Nistmaterial vorhanden ist, hat Ruedi Glauser unter dem Scheunendach zahlreiche künstliche Nistkasten aufgehängt, die jährlich zur Brutzeit von einer grossen Schar Mehlschwalben aufgesucht werden.  Die von den Schwalben anfallenden Verschmutzungen stören bei wohlgesinnten Gastgebern wenig. Sonst gibt es auch Kotbretter, dank deren Montage die Fracht gezielt aufgefangen werden könnte.

Herzlichen Dank an die Familie Hebeisen, Frau Meier und die Familie Glauser für die gut behüteten Schwalbenkolonien und die Gastfreundschaft gegenüber dem NVM. Danke auch an alle übrigen Besitzer von Mehl- und Rauchschwalbennestern in der Umgebung. 

Wenn Sie Interesse an diesen tollen Seglern haben, entweder für die Montage eines Nestes an Ihrem Haus oder im Stall, oder für deren anderweitige Unterstützung, dann melden Sie sich bitte beim NVM Vorstand  oder direkt bei Erich Lang.
Es lohnt sich an einem schönen Sommertag bei Glausers an der Kreuzgasse 5 vorbeizugehen und das emsige Treiben der Mehlschwalben zu beobachten!

Die Brutzeit der Schwalben ist gut 15 Tage lang und bereits nach weiteren gut 20 Tagen sind die geschlüpften Jungen von 2 auf 20g angewachsen und verlassen Ihr Nest, dies dank der intensiven Fütterung durch die Altvögel. Die Brut von 4-6 Jungen vertilgt in den 20 Nesttagen rund 100‘000 Fluginsekten wie Fliegen und Mücken. Noch einmal soviel braucht das Elternpaar für seine eigene Ernährung. Daran sieht man wie wichtig eine naturnahe und intakte Landschaft mit einem vielfältigen Lebensraum ist, um das Gedeihen der Schwalben und anderer Insektenfresser zu ermöglichen. Mit Ihrer Aktivität befreien Sie Tiere und auch Menschen auf eine natürliche Art von einer enormen Menge von unerwünschten Insekten.

Schwalbeninventar 2015 des NVM im Gebiet Diemerswil-Münchenbuchsee
Es wurden  insgesamt 158 besetzte Schwalbennester gezählt. Davon waren 90 von Mehl- und 68 von Rauchschwalbeneltern, die Ihre Kinderstube bei wohlgesinnten Gebäudebesitzern eingerichtet haben.

10 Jahre Mühlebachpark
Vor 10 Jahren öffnete die Gemeinde beim Bau des Quartiers mit finanzieller Unterstützung des Renaturierungsfonds den Mühlebach, legte einen Fussweg an, pflanzte einheimische Gehölze und säte Wiesenblumen. Der NVM wirkte beim Bau der Anlage beratend mit. Er berät den Werkhof weiterhin bei der Pflege. Roland Ryff hilft bei der Pflege mit und bereicherte  die Anlage im Laufe der Jahre mit zahlreichen Sträuchern.

Bericht und Bilder: Felix Winkenbach und Erich Lang

Stand am Buchsi Märit 2016

Die sechs Wettbewerbsgewinner wurden benachrichtigt und konnten Ihre Preise auf der Bauverwaltung abholen. Danke allen für Ihr Interesse.


Der NVM betrieb den Stand zusammen mit der KOFU (der Kommission für Umweltfragen) zum Thema invasive Neophyten.
Dazu stellen wir Ihnen gerne zwei interessante Dokumentationen zur Verfügung: ein Merkblatt Neophyten vom NVM und ein Faltblatt der Pro Natura. Hier können Sie den Statusbericht der Neophyten-Gruppe einsehen. Hier finden Sie einen Beitrag von 2006 über Neophyten.

 

Stunde der Gartenvögel

Haben Sie sich auch schon gefragt, welche Vögel im Gebüsch in Ihrem Garten nisten? Wer in der Wiese nach Würmern und Insekten sucht? Wessen Gesang Sie morgens beim Aufwachen hören und warum Vögel überhaupt singen? Im Rahmen der Exkursion erhielten Sie Antworten auf die eine oder andere Frage.

Pascal König konnte 13 interessierte Personen zu dieser morgendlichen Exkursion begrüssen und auf diese Fragen eingehen. Vögel sind einerseits visuell zu erkennen, aber für Kenner geschieht die Bestimmung mehrheitlich über den Gesang. Damit markieren die Vögel hauptsächlich Ihr Revier. Der Hausrotschwanz startet früh schon vor Sonnenaufgang und „chröschelt“ daher. Bald stimmen Amsel, Kohlmeise, Zaunkönig und weitere Vögel in den bunten Chor ein.

Im naturnahen Garten des Friedhofgärtners, mit seinem grossen Schildkrötengehege, durften wir die ersten Vögel beobachten. Pascal erklärte uns den Unterschied von Haus- zu Feldspatz und auch den markanten Ruf des Grünfinks. Eine Blaumeise konnte beim ein- und ausfliegen des Nistkastens beobachtet werden. In diesem Garten finden viele Vögel aber auch Wildbienen und andere Insekten einerseits Nahrung aber auch eine Nistmöglichkeit.

Im Friedhof entzückte uns die Mönchgrasmücke durch Ihren schönen Gesang. Dieser tönt nach der Ankunft aus dem südlichen Winterquartier oft ungewohnt und verändert sich nach und nach wieder zur bekannten Melodie.

Auf einer alten Birke sahen und hörten wir dann eine Ringeltaube, die fünfmal gurrt. Im Gegensatz zur Türkentaube die mit ihrem Ruf „Gross-mue-tti“ nur dreimal ertönt.

Den häufigen Buchfink sahen wir auf einem hohen Ast pfeifen. Der Beginn des Gesanges erinnert an ein „stolpern“. In einer nahen Hecke, mit einheimischen Sträuchern, finden kleine Vögel gute Bedingungen. Ein Schwarzdorn bietet durch seine Stacheln guten Schutz vor Katzen und den neugierigen Elstern.

Ein Turmfalke flog schnell daher, und blieb rüttelnd in der Luft über dem nahen Feld stehen, um sich auf Mäusejagd zu begeben.

Viele der Vögel die wir sahen haben sich nach und nach an eine gewisse Nähe zum Menschen gewöhnt. So kann sich das Rotbrüstchen bei Gartenarbeiten zum erhaschen eines Insektes sehr nahe an den Menschen begeben. Manche Arten haben sich gar zu Kulturfolgern im Siedlungsraum entwickelt, wie Mauersegler oder der Haussperling. Damit der Siedlungsraum ein attraktiver Lebensraum für viele Vogelarten und weitere Tiere und den Menschen bleibt und wird, braucht es eine Biodiversitäts freundliche Planung und Gestaltung.

Pascal ermöglichte uns durch seine fachmännische und lebendige Erzählung einen tollen Einblick in die Vogelwelt im Siedlungsraum. Dies sollte auch eine Motivation zum Mitmachen an der „Stunde der Gartenvögel“ sein, welche von BirdLife Schweiz vom 6. – 8. Mai 2016 durchgeführt wurde.

Erich Lang (Korrektur Pascal König)

 

Bau eines Wildbienenhotels und Gestalten eines bunten Blumentopfs mit Kindern

Am Samstagnachmittag 9. April 2016  konnten wir im Werkraum des Schulhauses Waldegg 15 Kinder zum Bau eines Wildbienenhotels begrüssen. Der Anlass fand im Rahmen des Ferienpasses des Jugendwerkes Münchenbuchsee statt.

Die in drei kleine Gruppen aufgeteilten Kinder konnten ideal instruiert werden. Pascal König erklärte viel Interessantes über Wildbienen, deren Lebensweise und Ansprüche. Myriam Lang zeigte den Kindern, wie man den Keramiktopf anmalen und die von Hans-Ueli Stucki gezogenen Wildblumensamen dann in die Erde einpflanzen kann. Die von Freddy Oester toll vorbereiteten Wildbienenhäuser konnten unter Anleitung gebohrt und anschliessend zusammengeschraubt werden. Für einige Kinder war dies eine etwas knifflige Angelegenheit. Aber am Schluss passten dann jeweils immer alle Teile zusammen. Freddy wurde von Erich Lang beim Bohren von Löchern ins vorbereitete Hartholz assistiert. Die gesammelten Schilf und Kardenstengel wurden auf die richtige Länge geschnitten. Die verschiedenen Hohlräume im Holz und in den Stengeln sind potentielle Niststellen für Wildbienen. Die Kinder und die Betreuer waren mit vollem Einsatz dabei und halfen einander, wo es nötig war. Zur Stärkung wurde vom NVM ein Zvieri mit frischen Apfelstücken und Schoggibrötli offeriert.

Der Nachmittag ging wie im Flug vorbei und die Kinder waren stolz, das selbst gezimmerte Wildbienenhotel und den bunten, mit diversen selbst gesäten Wildblumensamen gefüllten Blumentopf mit nach Hause zu nehmen.

Die Pflanzen erwarten nun gerne etwas Wasser, wenn sie durstig sind. Wenn sie blühen, können sich dann die Wildbienen daran laben. Das Wildbienenhotel kann an einem sonnigen wettergeschützten Platz auch auf einem Balkon aufgestellt werden. Es wird dann hoffentlich bald von den sanften Wildbienen bewohnt, so dass es etwas zu beobachten gibt.

Herzlichen Dank an alle freiwilligen Helfer des NVM und dessen grosszügige finanzielle Unterstützung, der Gemeinde Münchenbuchsee und dem Abwart Ueli Schori für die Benutzung des Werkraumes. 

Text und Bilder: Erich Lang 

Infos zu Wildbienen:

SVS/Birdlife                www.birdlife.ch/de/node/2297

WildBee.ch                 www.wildbee.ch

Wildbiene + Partner:   wildbieneundpartner.ch