Stand am Buchsi Märit 2016

Die sechs Wettbewerbsgewinner wurden benachrichtigt und konnten Ihre Preise auf der Bauverwaltung abholen. Danke allen für Ihr Interesse.


Der NVM betrieb den Stand zusammen mit der KOFU (der Kommission für Umweltfragen) zum Thema invasive Neophyten.
Dazu stellen wir Ihnen gerne zwei interessante Dokumentationen zur Verfügung: ein Merkblatt Neophyten vom NVM und ein Faltblatt der Pro Natura. Hier können Sie den Statusbericht der Neophyten-Gruppe einsehen. Hier finden Sie einen Beitrag von 2006 über Neophyten.

 

Stunde der Gartenvögel

Haben Sie sich auch schon gefragt, welche Vögel im Gebüsch in Ihrem Garten nisten? Wer in der Wiese nach Würmern und Insekten sucht? Wessen Gesang Sie morgens beim Aufwachen hören und warum Vögel überhaupt singen? Im Rahmen der Exkursion erhielten Sie Antworten auf die eine oder andere Frage.

Pascal König konnte 13 interessierte Personen zu dieser morgendlichen Exkursion begrüssen und auf diese Fragen eingehen. Vögel sind einerseits visuell zu erkennen, aber für Kenner geschieht die Bestimmung mehrheitlich über den Gesang. Damit markieren die Vögel hauptsächlich Ihr Revier. Der Hausrotschwanz startet früh schon vor Sonnenaufgang und „chröschelt“ daher. Bald stimmen Amsel, Kohlmeise, Zaunkönig und weitere Vögel in den bunten Chor ein.

Im naturnahen Garten des Friedhofgärtners, mit seinem grossen Schildkrötengehege, durften wir die ersten Vögel beobachten. Pascal erklärte uns den Unterschied von Haus- zu Feldspatz und auch den markanten Ruf des Grünfinks. Eine Blaumeise konnte beim ein- und ausfliegen des Nistkastens beobachtet werden. In diesem Garten finden viele Vögel aber auch Wildbienen und andere Insekten einerseits Nahrung aber auch eine Nistmöglichkeit.

Im Friedhof entzückte uns die Mönchgrasmücke durch Ihren schönen Gesang. Dieser tönt nach der Ankunft aus dem südlichen Winterquartier oft ungewohnt und verändert sich nach und nach wieder zur bekannten Melodie.

Auf einer alten Birke sahen und hörten wir dann eine Ringeltaube, die fünfmal gurrt. Im Gegensatz zur Türkentaube die mit ihrem Ruf „Gross-mue-tti“ nur dreimal ertönt.

Den häufigen Buchfink sahen wir auf einem hohen Ast pfeifen. Der Beginn des Gesanges erinnert an ein „stolpern“. In einer nahen Hecke, mit einheimischen Sträuchern, finden kleine Vögel gute Bedingungen. Ein Schwarzdorn bietet durch seine Stacheln guten Schutz vor Katzen und den neugierigen Elstern.

Ein Turmfalke flog schnell daher, und blieb rüttelnd in der Luft über dem nahen Feld stehen, um sich auf Mäusejagd zu begeben.

Viele der Vögel die wir sahen haben sich nach und nach an eine gewisse Nähe zum Menschen gewöhnt. So kann sich das Rotbrüstchen bei Gartenarbeiten zum erhaschen eines Insektes sehr nahe an den Menschen begeben. Manche Arten haben sich gar zu Kulturfolgern im Siedlungsraum entwickelt, wie Mauersegler oder der Haussperling. Damit der Siedlungsraum ein attraktiver Lebensraum für viele Vogelarten und weitere Tiere und den Menschen bleibt und wird, braucht es eine Biodiversitäts freundliche Planung und Gestaltung.

Pascal ermöglichte uns durch seine fachmännische und lebendige Erzählung einen tollen Einblick in die Vogelwelt im Siedlungsraum. Dies sollte auch eine Motivation zum Mitmachen an der „Stunde der Gartenvögel“ sein, welche von BirdLife Schweiz vom 6. – 8. Mai 2016 durchgeführt wurde.

Erich Lang (Korrektur Pascal König)

 

Bau eines Wildbienenhotels und Gestalten eines bunten Blumentopfs mit Kindern

Am Samstagnachmittag 9. April 2016  konnten wir im Werkraum des Schulhauses Waldegg 15 Kinder zum Bau eines Wildbienenhotels begrüssen. Der Anlass fand im Rahmen des Ferienpasses des Jugendwerkes Münchenbuchsee statt.

Die in drei kleine Gruppen aufgeteilten Kinder konnten ideal instruiert werden. Pascal König erklärte viel Interessantes über Wildbienen, deren Lebensweise und Ansprüche. Myriam Lang zeigte den Kindern, wie man den Keramiktopf anmalen und die von Hans-Ueli Stucki gezogenen Wildblumensamen dann in die Erde einpflanzen kann. Die von Freddy Oester toll vorbereiteten Wildbienenhäuser konnten unter Anleitung gebohrt und anschliessend zusammengeschraubt werden. Für einige Kinder war dies eine etwas knifflige Angelegenheit. Aber am Schluss passten dann jeweils immer alle Teile zusammen. Freddy wurde von Erich Lang beim Bohren von Löchern ins vorbereitete Hartholz assistiert. Die gesammelten Schilf und Kardenstengel wurden auf die richtige Länge geschnitten. Die verschiedenen Hohlräume im Holz und in den Stengeln sind potentielle Niststellen für Wildbienen. Die Kinder und die Betreuer waren mit vollem Einsatz dabei und halfen einander, wo es nötig war. Zur Stärkung wurde vom NVM ein Zvieri mit frischen Apfelstücken und Schoggibrötli offeriert.

Der Nachmittag ging wie im Flug vorbei und die Kinder waren stolz, das selbst gezimmerte Wildbienenhotel und den bunten, mit diversen selbst gesäten Wildblumensamen gefüllten Blumentopf mit nach Hause zu nehmen.

Die Pflanzen erwarten nun gerne etwas Wasser, wenn sie durstig sind. Wenn sie blühen, können sich dann die Wildbienen daran laben. Das Wildbienenhotel kann an einem sonnigen wettergeschützten Platz auch auf einem Balkon aufgestellt werden. Es wird dann hoffentlich bald von den sanften Wildbienen bewohnt, so dass es etwas zu beobachten gibt.

Herzlichen Dank an alle freiwilligen Helfer des NVM und dessen grosszügige finanzielle Unterstützung, der Gemeinde Münchenbuchsee und dem Abwart Ueli Schori für die Benutzung des Werkraumes. 

Text und Bilder: Erich Lang 

Infos zu Wildbienen:

SVS/Birdlife                www.birdlife.ch/de/node/2297

WildBee.ch                 www.wildbee.ch

Wildbiene + Partner:   wildbieneundpartner.ch

Heckenpflanzung bei Familie Stettler im Hirzenfeld

Am Samstagmorgen den 19. März 2016 fanden sich 8 motivierte Mitglieder des NVM, unterstützt durch 4 kräftige Asylbewerber, Familie Stettler und einer Biobauernfamilie aus Grafenried zur Pflanzung von Heckensträuchern zusammen.

Oberhalb des Fussballplatzes im Hirzenfeld an einer steilen Böschung auf dem Land von Kurt Stettler befindet sich der Pflanzort der Hecke. Felix Winkenbach hatte über 260 Sträucher aus dem Forstgarten Lobsigen ausgesucht und den Pflanzplan angefertigt. Viele niedrig wachsende Sträucher und einheimische Rosenarten wurden mit viel Einsatz gepflanzt. Die Arbeiten gingen zügig voran. Bei schönstem Sonnenschein konnten wir das von Frau Stettler zubereitete reichhaltige und feine Znüni geniessen.

Dank dem nassen Wetter im Frühling ist die Hecke gut angewachsen und wird in Zukunft die Gegend um das Fuchsenloch ökologisch bereichern, als Nahrungsquelle mit den verschiedenen Blüten und Beeren für Insekten und Vögel, aber auch als Schutz- und Verbindungselement für grössere Tiere wie Igel, Feldhase und Reh.

Herzlichen Dank besonders an Familie Stettler für ihre Bereitschaft eine Hecke auf ihrem Land zu pflanzen, an Felix Winkenbach für die fachliche Leitung und an alle Helfer für ihren gefreuten Einsatz.   

Info für Verkauf ab Hof der Beteiligten:

  • Familie Stettler, Radiostrasse 37 (beim Hirzenfeld) verkauft Kartoffeln, Obst und Bienenhonig direkt ab Hof
  • Biobauernfamilie Carla Mosimann und Simon Buri, Biohof Grafenried, Bernstrasse 17, 3308 Grafenried bietet „Das Gemüseabonnement“ an. Mehr dazu Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf der Homepage

 Text und Bilder: Erich Lang und Felix Winkenbach

Nistkastenkontrolle Brutjahr 2015

Mehr Natur vor der Haustür

Was kann ich dazu beitragen und was macht die Gemeinde Münchenbuchsee?

Bildervortrag von Pascal König, BirdLife Schweiz und Co-Präsident NVM und Erika Loser, Projektleiterin Planung und Umwelt Bauabteilung Gemeinde Münchenbuchsee

Startanlass des NVM für Aktionen durchs ganze Jahr für mehr Biodiversität vor der Haustüre zusammen mit der Gemeinde Münchenbuchsee.

Erich Lang Co-Präsident des NVM konnte fast 50 Personen zu diesem Vortragsabend begrüssen und Pascal König startete mit diesen Fragen ans Publikum: Was beinhaltet Biodiversität im Siedlungsraum? Was für eine Bedeutung hat Natur vor der Haustüre für Sie?

Einige Stichworte und Antworten auf diese Fragen sind: Vielfalt der Arten und Lebensräume und auch die genetische Vielfalt. Gefährdet ist die Biodiversität im Siedlungsraum durch Verlust von Grünraum, eine sterile Umgebung. Gefördert werden kann die Natur vor der Haustür durch einheimische Sträucher statt Kirschlorbeer (z.B. Holunder auch für Sirup aus dessen Blüten), Blumenwiesen statt Einheitsrasengrün, Ruderalflächen statt Asphaltplatz,  Trockenmauer statt Beton, Strassenrand und Mittelstreifen für Blumen (Blumenwiesen wie sie z.B. Hans Ueli Stucki vom NVM an diversen Standorten in Buchsifördert), Wasser im Siedlungsraum, begrünte Dächer und Wände, Blumenkisten auf dem Balkon mit einheimischen Blumen (dies ist auch für Mieter möglich), Nisthilfen auch für Höhlenbrüter wie Haurotschwanz oder Fledermäuse an einer Hauswand.

Die Förderung von mehr Natur vor der Haustüre ist ein Zusammenspiel verschiedener Akteure wie Hausbesitzern, Mietern (die auch Einfluss auf die Umgebungsgestaltung nehmen können), Hauswarten, Architekten und den politischen Gremien von national bis kommunal.

Erika Loser von der Bauabteilung der Gemeinde Münchenbuchsee ging in Ihrem Vortrag auf die Regelung und Umsetzung, z.B. gemäss Zonenplan, der von den Stimmbürgern in Buchsi im 2013 genehmigt wurde, und weiteren gesetzlichen Vorgaben auf das Thema ein. Auch einzelne geschützte Objekte, wie die Mauerseglerkolonie im Kirchturm und im Paul Klee Schulhaus und geschützte Bäume wurden als Beispiele genannt. Zudem ist die Gemeinde daran die Biodiversität auf Gemeinde eigenen Flächen zu fördern. Auch die Zusammenarbeit mit der KOFU, der Neophytengruppe des NVM und ein Merkblatt zur Umgebungsgestaltung sind Punkte die wichtig sind.

Einige mögliche Projekte, die von der Gemeinde zusammen mit den NVM aufgewertet werden könnten sind z.B. die Tannenhecke der Schrebergärten im Riedli, die Umgebung der Saalanlage, die Dachbegrünung im Paul Klee Schulhaus verbessern, oder allenfalls auch Massnahmen beim Ausbau des Gymers Hofwil.

Einige Fragen und Hinweise aus dem Publikum konnten die beiden Referenten gut und erklärend beantworten. Auch in Buchsi besteht noch viel sehr viel Potential für mehr Natur vor der Haustüre.

Fazit des Abends: Mehr Natur vor der Haustüre ergibt mehr aktiven Erholungsraum und verbesserte Lebensqualität für Mensch und Natur. Nebst der Gemeinde und dem NVM, die sich für mehr Biodiversität im Dorf einsetzen, hat es auch jeder von uns selbst in einem gewissen Mass in der Hand, was Er oder Sie für mehr Natur vor der eigenen Haustüre beitragen kann. Werden Sie selber aktiv!

Informationsblatt "Biodiversität im Siedlungsraum"

Text: Erich Lang; Bilder: Pascal König/Erich Lang/BirdLife Schweiz