Projekte

Hier finden Sie längerfristige oder grössere Vorhaben aufgeführt, wie

- Naturinventar

Reptilien Erhebung

- Wildtierkorridor

- Aufwertung Biotop Bärenried

- Neophyten-Bekämpfung

- Grünräume im Siedlungsgebiet


Möchten Sie für eines dieser Projekte spenden? Ihre Spende ist sehr willkommen!


28. September 2022: 2022 war ein besonderes Waldameisenjahr


2019 hat das Naturhistorische Museum ein kantonales Inventar der Hügelnester von Waldameisen gestartet. Im Bärenriedwald gab es dannzumal auf der Projektkarte keinen einzigen Eintrag.
Eine erste grobe Sichtung entlang von Waldstrassen und -wegen und sonnigen Waldrändern ergab 2019 vier Ameisenhügel, zwei über 50 cm hohe in sehr gutem, stabilem Zustand, ein kleiner noch ohne ausgeprägte Hügelbildung und ein ehemals grösserer Hügel, der zerstört (flachgetreten) aber noch bewohnt war. 2020 kamen zwei Beobachtungen von gut ausgebildeten Hügeln hinzu. Im sehr warmen Frühjahr 2022 kamen dann im Bärenriedwald sieben, meist in diesem Jahr neu gebildete Hügelnester hinzu - zudem noch zwei ebenfalls neu gebildete Hügel im Diemerswilwald. Aktuell sind dem NVM somit in den beiden Wäldern 15 Nester bekannt, wovon aber einige stark beeinträchtigt oder zerstört sind. Diese sind auf der Karte (Link) dargestellt.
Gemäss Isabelle Trees, Auskunftsperson des Inventars, handelt es sich um Nester der Kahlrückigen Waldameise (Formica polyctena). Diese Art hat oft mehrere Königinnen in einem Nest (polygyn) und bildet daher auch oft Tochternester (polydom), so dass kleinere Kolonien entstehen. Von daher ist es nachvollziehbar, dass im Bärenriedwald neue Nester entstanden sind.
Offenbar scheinen im Bärenriedwald gute Bedingungen für die hügelbildenden Roten Waldameisen zu herrschen. Die sommerlichen Temperaturen und das trockene Wetter ab Mitte April dürften die Bildung neuer Nester begünstigt haben. 2023 werde ich sämtliche Nester wieder aufsuchen. Dann wird sich zeigen, ob sich an den 2022 neuen Standorten stabile Populationen bilden, oder ob es sich bloss um kurzlebige Nester handelte.


Weitere Informationen:
Alle erfassten Nester können auf der Webseite des Waldameisen-Inventars eingesehen werden: https://waldameisen.blog/
Auf dieser Seite können auch neue Standorte gemeldet werden.

Karte Barenriedwald siehe unten

Thomas Scheurer


16. Juni 2022: Neue Vielfalt im Biotop Bärenried: Erste Bilanz der Aufwertungen 2021-2022

Seit April 2021 hat sich das Gesicht des Biotops im Bärenried stark gewandelt: Der Kugelfang wurde saniert und das Gelände neugestaltet und angesät; der an das Biotop angrenzende Waldrand wurde ausgeholzt und neu bepflanzt; und im bestehenden Biotop wurden verschiedene Aufwertungen vorgenommen.

Waldrandaufwertung

Die Ausholzung des Waldrandes beim Biotop im April 2021 konnte dank dem Entgegenkommen des Waldbesitzers Matthias Künti für die Anpflanzung eines abgestuften Waldrandes genutzt werden
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Aufwertung Biotop Bärenried (Stand Januar 2022)

Information Januar 2022: Biotop Bärenried Tätigkeitsbericht 2021


1991 hat die Gemeinde Münchenbuchsee nach einem Vorschlag des NVM Land für die Schaffung des Biotops Bärenried zur Verfügung gestellt. Hunderte von Stunden haben Freiwillige und der Werkhof seither in die Pflege des Biotops gesteckt und so die Ausbreitung von Schilf, Sträuchern und Bäumen im Zaum gehalten. 

Im Jubiläumsjahr 2021 war das 30-jährige Biotop Gegenstand von mehreren Projekten:

1) Exkursion zur Bilanz der Entwicklung des Biotops und dessen Zukunftsperspektiven. Weiterlesen: Protokoll Begehung Mai 2021

2) Sanierung Kugelfang. Dabei wurden verschiedene Massnahmen zugunsten des Naturschutzes ausgeführt: Eliminierung  Neophyten, Rekultivierung als Magerwiese, Anlage eines weiteren Feuchtbereichs, Ausbaggerung Schilf im unteren Weiher mit anschliessender Flachufergestaltung, Wegsanierung. WeiterlesenBegleitmassnahmen Sanierung Kugelfang Bärenried

3) Aufwertung Waldrand: Im Zusammenhang mit der Ausholzung des Waldrandes entlang des Biotops konnten mit dem Waldeigentümer eine Aufwertung zugunsten von Insekten und Reptilien vereinbart werden. Die Pflanzungen wurden von der Stiftung Artenschutz, von der Gemeinde Münchenbuchsee und vom NVM finanziell unterstützt. Der NVM kommt für die Pflege auf.  Weiterlesen: Projektbeschrieb Aufwertung Waldrand Bärenried


14.Dezember 2021: Reptilienerhebung im Raum Münchenbuchsee, Moosseedorf + weiterer Umgebung

Anlässlich des Bildervortrages von Christine Wisler Hofer (karch) am 20. Januar 2020 im Kirchgemeindehaus Münchenbuchsee über die im Kanton Bern vorkommenden Reptilien wurde auch über die für das Frühjahr 2020 geplante Reptilienerhebung um den Moossee, Münchenbuchsee und der weiteren Umgebung, informiert.  Die Gegend um Buchsi und Rapperswil gilt gemäss Christine Wisler Hofer als »Schwarzes Loch«  - übersetzt als Gebiet mit weing Kenntnis über die Reptilienvorkommen.   Weiterlesen



Naturinventar

Das heutige Naturinventar der Gemeinde Münchenbuchsee stammt aus der Zeit 1988 - 1992. Dieses Inventar bildet mit geringfügigen Anpassungen die Grundlage für die Festlegung von schutzwürdigen Natur- und Landschaftselementen im aktuellen Zonenplan 2 „Schutz Landschaft und Ortsbild“ (23. März 2020).
In den letzen 30 Jahren haben sich viele Rahmenbedingungen verändert: Im Golfpark sind viele naturnahe Biotope entstanden, es wurden Hecken angelegt und Bäche renaturiert (wie der Mühlebach) wie auch kleine Weiher geschaffen und Bäume gepflanzt. Was im Inventar ganz fehlt sind Angaben zu wertvollen Waldflächen, oder Gebieten, in welchen Tiere wie Amphibien zwischen ihren Lebensräumen hin- und herwandern. Der NVM setzt sich dafür ein, dass die Gemeinde das heutige Inventar auf der Grundlage des aktuellen Wissens überarbeitet, neu beurteilt und ergänzt. Ziel ist es, dass ein aktualiisertes Naturinventar bei Beginn der nächsten Revision des Schutzzonenplans in ca. 10 Jahren vorliegt.


Wildwechsel-Korridor Grauholz – Schüpberg

Dieser überregional bedeutende Korridor (BE 06) ist beim Bahnhof Zollikofen durch Industrie, zwei Bahnlinien und Kantonsstrasse für Wildtiere nicht mehr passierbar. Anlässlich einer Begehung 2019 mit Wildhüter und Gemeinden zeigte sich, dass neben dem Korridor ein Wildwechsel in noch offenem Landwirtschaftsgebiet möglich ist. Der NVM erarbeitete daraufhin Vorschläge für einen Ersatzkorridor vom Williwald zum Golfpark (Bericht Begehung und Plan Ersatzkorridor). Es geht dem NVM aktuell darum, diesen Ersatzkorridor in der Raumplanung des Kantons, der Region und der Gemeinden Moosseedorf und Münchenbuchsee zu verankern.